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Hochwasser in Schärding

Hochwasser in Schärding

Da die Stadt Schärding direkt am Inn liegt, ist sie immer wieder von Hochwasser betroffen. Überschwemmungen sind mit Abstand die häufigste Form von Naturkatastrophe im östlichen Alpenraum und werden zum Großteil durch Schmelzwasser im Frühling oder Starkregen verursacht.

 

Der Eisstoss und die Jahrtausendflut

Besonders gravierend war die “Jahrtausendflut” von 1501, welche über 10 Tage hinweg Tod und Verwüstung mit sich brachte. Im Jahre 1830 kam es zu einem heftigen Eisstoß, welche früher durch Wärmeeinbrüche in kalten Wintermonaten ausgelöst wurden. Ein Phänomen, dass es heutzutage kaum noch gibt. Hier waren die Schäden und Opferzahlen besonders groß, da die Wucht des Eisstoßes Brücken und andere Bauwerke mit sich riss.

Diese Eishochwasserkatastrophe gilt als die schlimmste Überschwemmung, die je in Österreich verzeichnet wurde. Der Winter war so kalt, dass nicht nur der gesamte Traunsee zugefroren war, sondern auch die Donau – das Eis war dick genug, um den Fluss in der Wachau sogar mit schweren Wägen überqueren zu können. Am 27. Februar brach das Eis ganz plötzlich und die Flut kam so rasch, dass kaum Zeit war, um Notsignale ertönen zu lassen. Die Katastrophe betraf die gesamte Region, inklusive der Stadt Schärding.

Sintflutartige Regenfälle in Schärding

Im Jahre 1899 ließ Starkregen die Flüsse Salzach, Inn, Traun, Enns und Donau nochmal weit über die Ufer treten – neben anderen Städten in der Region stand Schärding zu dieser Zeit fast völlig unter Wasser.

Das größte Hochwasser des 20. Jahrhunderts in der Gegend rund um Schärding wurde im Juli 1954 verzeichnet, als besonders intensive Niederschläge die heimischen Bäche und Flüsse rasch ansteigen ließen. 2002 gab es das große Hochwasser, welches mit dem von 1899 vergleichbar ist. Das Doppelhochwasser schlug mit sintflutartigen Regenfällen gleich zweimal zu, einmal im März und einmal im August. Mehrere Orte in der Region waren von der Außenwelt abgeschnitten, Katastrophenalarme ertönten und zahlreiche Gebäude wurden von den Fluten zerstört.

Die mächtigste Hochwasserkatastrophe seit 1954 hat in der Zeit von 31. Mai bis 5.Juni 2013 mit einem Pegelhöchststand von 10,57 Meter enormste Schäden im Stadtgebiet angerichtet. Es waren überaus dramatische und höchst bedrohliche Momente, die sich in den betroffenen Stadtteilen ereigneten. Während des gesamtes Hochwassereinsatzes waren mehr als 120 Feuerwehren, mehrere Kompanien des Bundesheeres mit zusammen 3.643 Einsatzkräften im Einsatz.

Hochwasser
heute

Heute gibt es zahlreiche Projekte, welche die Stadt Schärding vor Hochwasser schützen, wie etwa Entwässerung, Schutzbauwerke, Landschaftsplanung und die 2021 fertig gestellte Hochwasser-Schutzmauer.

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